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Wie werden Opfer von Menschenhandel in Österreich betreut?

In Österreich gibt es mehrere Opferschutzeinrichtungen. Zwei davon sind für erwachsene Betroffene des Menschenhandels besonders wichtig:

✗ Die Interventionsstelle für Betroffene des Frauenhandels (LEFÖ-IBF)

Betroffene Frauen und Mädchen ab 15 Jahre werden von LEFÖ-IBF in Notwohnungen mit geheimer Adresse in psychologischer und in sozialer Hinsicht betreut. Das Team von LEFÖ-IBF begleitet die Frauen bei Behördenwegen und unterstützt sie während des Strafprozesses gegen die Täter bzw. Täterinnen.

✗ MEN VIA – Unterstützung für Männer als Betroffene von Menschenhandel

MEN VIA betreut betroffene Männer bei Bedarf mit Unterkunft in einer Schutzwohnung. Das Ziel der psychologischen und sozialen Betreuung sowie der Begleitung während des Strafprozesses ist es, den Männern zu Recht, Entschädigung und Zukunftsperspektive zu verhelfen.

Für minderjährige Opfer ist grundsätzlich die Kinder- und Jugendhilfe in den jeweiligen Bundesländern zuständig. In Wien gibt es zudem die DREHSCHEIBE:

✗ DIE DREHSCHEIBE WIEN – Krisenzentrum der Stadt Wien

In Wien werden Kinder und Jugendliche in der Drehscheibe Wien versorgt und psychologisch betreut. Wenn das Kindeswohl sichergestellt ist, werden sie zu ihrer Familie in ihr Heimatland zurückgebracht.

Die zehnjährige Theodora wird beim Taschendiebstahl erwischt. Eine Polizistin bringt Theodora in eine spezielle Einrichtung für Kinder, die DREHSCHEIBE Wien. Victoria kann aus dem Haus, in dem sie als Haushälterin arbeitet, flüchten. Sie wird von einer Bekannten zur Interventionsstelle für Betroffene des Frauenhandels (LEFÖ-IBF) gebracht. Vera, die gezwungen wurde als Prostituierte zu arbeiten, vertraut sich einem Kunden an. Dieser Kunde stellt einen Kontakt zu LEFÖ-IBF her. Zoran wurde vom Betreiber eines Arbeiterquartiers auf verschiedene Baustellen von Bekannten vermittelt, bekam dort aber nie Geld und wurde mit den wachsenden Mietschulden unter Druck gesetzt, noch mehr zu arbeiten. Schließlich suchte er Hilfe bei der Botschaft seines Herkunftslandes und wurde an MEN VIA vermittelt. Die zehnjährige Theodora wird beim Taschendiebstahl erwischt. Eine Polizistin bringt Theodora in eine spezielle Einrichtung für Kinder, die DREHSCHEIBE Wien. Victoria kann aus dem Haus, in dem sie als Haushälterin arbeitet, flüchten. Sie wird von einer Bekannten zur Interventionsstelle für Betroffene des Frauenhandels ( LEFÖ-IBF ) gebracht. Vera, die gezwungen wurde als Prostituierte zu arbeiten, vertraut sich einem Kunden an. Dieser Kunde stellt einen Kontakt zu LEFÖ-IBF her. Zoran wurde vom Betreiber eines Arbeiterquartiers auf verschiedene Baustellen von Bekannten vermittelt, bekam dort aber nie Geld und wurde mit den wachsenden Mietschulden unter Druck gesetzt, noch mehr zu arbeiten. Schließlich suchte er Hilfe bei der Botschaft seines Herkunftslandes und wurde an MEN VIA vermittelt.
Manche Opfer von Menschenhandel gelangen nur über Umwege zu Opferschutzeinrichtungen. Manche Opfer von Menschenhandel gelangen nur über Umwege zu Opferschutzeinrichtungen. "